Edith-Stein-Realschule in Emlichheim erhält Gütesiegel "Startklar für den Beruf"

Bildunterschrift: (v.l.n.r.) Jutta Lübbert von der Wirtschaftsvereinigung Grafschaft Bentheim übergibt im Namen der Aktionsgemeinschaft Gütesiegel Weser-Ems das Zertifikat „Startklar für den Beruf“ an Gerrit Winterboer, Katrin Paulus und Holger Breukelman von der Edith-Stein-Realschule in Emlichheim. Mit dem Siegel werden Schulen für herausragende Projekte zur Berufsorientierung und Sicherung der Ausbildungsfähigkeit junger Menschen ausgezeichnet.

Die Edith-Stein-Realschule Emlichheim ist erstmals mit dem Gütesiegel „Startklar für den Beruf“ für „herausragende Projekte zur Berufsorientierung und Sicherung der Ausbildungsfähigkeit junger Menschen“ ausgezeichnet worden. In einer digitalen Feierstunde gratulierten Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Handwerk und Bildung der Schule und würdigten deren besonderes Engagement. 

„Für uns ist es eine große Auszeichnung“, freute sich Holger Breukelman, Schulleiter der Edith-Stein-Realschule in seiner Ansprache. „Das Fach Wirtschaft zählt zu den Profilfächern der Schule und durch die Auszeichnung erfährt der Fachbereich mehr Wertschätzung und Ansporn.“ In den vergangenen Jahren hat die Schule den Bereich gestärkt und die Berufsorientierung zu einem systematischen und gesamtschulischen Konzept ausgebaut. „Wir vermitteln viel Fachwissen und Kompetenzen. Bis zum Ende der 10. Klasse hat bei uns jede Schülerin und jeder Schüler ein individuelles und großes Berufsorientierungsangebot erhalten“, sagte Breukelman. Dem Austausch mit den Eltern und der Zusammenarbeit mit anderen Beratungsinstitutionen misst der Schulleiter immer mehr Bedeutung zu.

Genau diesen Ansatz lobte die Fachjury der Aktionsgemeinschaft Gütesiegel Weser-Ems, die im Zertifizierungsverfahren nach standardisierten Kriterien die Angebote zur Berufsorientierung bewertete: „Die Edith-Stein-Realschule bietet ein überzeugendes Konzept zur beruflichen Orientierung, das neben Betrieben auch Eltern einbindet.“ Mit den Leuchtturmprojekten „Generationenwerkstatt“, „Ausbildungs- und Praktikumsmesse“ sowie der „Kompetenzanalyse“ zeige die Schule großes Engagement und biete eine hohe Vernetzungsqualität und Transparenz. Die „Generationenwerkstatt“ sei in besonderem Maße intensiv und nachhaltig: „Von wem können die Jugendlichen mehr lernen, als von den Menschen, die ihre Berufe ein Leben lang mit Leidenschaft ausgeübt haben und die diese Leidenschaft nun an die nächste Generation weitergeben wollen“, urteilte die regionale Fachjury, der Jutta Lübbert - Geschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Grafschaft Bentheim als Vorsitzende, Sascha Wittrock - Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Grafschaft Bentheim, Annelen Möller-Busmann - Regionalleiterin der Aktionsgemeinschaft Gütesiegel Weser-Ems, Holger de Vries - Schulleiter der Gewerblichen Berufsbildenden Schulen Landkreis Grafschaft Bentheim und Andreas Langlet - Schulleiter des Gymnasiums Nordhorn angehören.

„Wir hätten uns sehr gefreut, die heutige Gütesiegelvergabe mit allen persönlich zu feiern, doch Corona zwingt uns, viele Dinge neu zu gestalten“, sagte Jury-Vorsitzende Jutta Lübbert in ihrer Ansprache. Es sei gemeinsam mit der Edith-Stein-Realschule gelungen, die Bewerbung für das Gütesiegel auch unter schwierigen Bedingungen erfolgreich durchzuführen. Gerade jetzt sei das Thema Berufsorientierung so aktuell wie nie. Wenn die akute Phase der Pandemie vorbei sei, werde das Thema Ausbildung und Fachkräftesicherung wieder ganz weit oben auf der Agenda der Unternehmen stehen, ist Lübbert überzeugt und sagt: „Den Schülerinnen und Schülern der Edith-Stein-Realschule stehen bei dieser guten Vorbereitung auf die Arbeits- und Berufswelt alle Türen offen.“ Einen besonderen Dank richtete sie an Katrin Paulus - Leiterin des Fachbereichs Wirtschaft - sowie den Schulleiter Holger Breukelman, seinen Stellvertreter Gerrit Winterboer und die Fachlehrerin Sarah Moormann von der Edith-Stein-Realschule.

Daniela Kösters, Bürgermeisterin der Samtgemeinde Emlichheim, und Gerhard Nögel vom Regionalen Landesamt für Schule und Bildung Osnabrück gratulierten ebenfalls und lobten in ihren Grußworten das große Engagement der Schule. Sich dem Wettbewerb zu stellen und sich vor der kritischen Jury zu behaupten, führe zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema Berufsorientierung und - wie bei der Edith-Stein-Realschule zu sehen - zu einer deutlichen Qualitätssteigerung, ist Nögel überzeugt. Kösters lobte vor allem die schuleigene Ausbildungs- und Praktikumsmesse, die ein besonderes Alleinstellungsmerkmal der Schule darstelle und ein phantastisches Beispiel dafür sei, wie Unternehmen Schülerinnen und Schüler direkt erreichen könnten.