Willkommen an Bord: Arbeitskreis Personal tagt zum Thema "Onboarding"

Neue Mitarbeiter strukturiert und wertschätzend ins Unternehmen aufzunehmen, wird für viele Unternehmen immer wichtiger. Onboarding heißt das neue Zauberwort, das die Mitarbeitergewinnung und -bindung im Blick hat. Welche Erfahrungen die Lebenshilfe gGmbH auf diesem Gebiet gemacht hat, haben Projektleiterin Heike Stegink sowie Personal- und IT-Verantwortlicher Florian Dykhuis den Teilnehmenden des Arbeitskreises Personal in der letzten Sitzung vorgestellt. Aufgrund der Corona-Pandemie hat diese per Videokonferenz stattgefunden.

"Es gibt keine zweite Chance für einen ersten Eindruck", darin sind sich Heike Stegink und Florian Dykhuis einig. "Und das gilt auch für den ersten Arbeitstag einer neuen Mitarbeiterin oder eines neuen Mitarbeiters." Oft bestimme die Art der Begrüßung und der Einarbeitung, ob sich die oder der Neue wohlfühlt und gern mitarbeitet. Wichtig sei hier unter anderem, dass neue Mitarbeitende das Gefühl erhielten, von Vorgesetzten sowie Kolleginnen und Kollegen "erwartet" zu werden und das Gesamtunternehmen sowie den Arbeitsbereich systematisch und schnell kennenlernten. "Bei uns erhalten neue Mitarbeitende eine Onboarding-Mappe mit allen wichtigen Informationen zur Gesamtorientierung und Dokumenten für den jeweiligen Arbeitsbereich als Willkommensgeschenk überreicht. In diesem können sie blättern und stöbern", sagt Stegink.

Vor drei Jahren hat die Lebenshilfe den zeit- und personalintensiven Entwicklungsprozess des Onboardings begonnen. Damals war die gemeinnützige Gesellschaft in der Grafschaft herausgefordert, in all ihren Strukturen als guter und interessanter Arbeitgeber spürbarer und mittelfristig auch nach außen sichtbarer zu werden. "Arbeitskräftegewinnung und -sicherung verbindet die Lebenshilfe maßgeblich mit dem Gelingen der umfassenden und schnellen Einbindung neuer Mitarbeitenden in das neue Aufgabengebiet, der Identifikation mit Zielen und Werten des Unternehmens sowie der Kenntnis über das Gesamtunternehmen und der individuellen Leistungen für Mitarbeitende", erklärt Projektleiterin Stegink.

Wichtig für das Gelingen eines solchen Projektes ist es, möglichst viele Mitarbeitende aus allen Bereichen einzubinden, flankierende Schulungen anzubieten, um den neuen Prozess nachhaltig zu implementieren und Mentoren, wenn sie zum Beispiel durch Elternzeit nicht mehr zur Verfügung stehen, nachzuschulen, sagen die Referenten. In Summe müssten Mitarbeitende Zeit für das Onboarding-Projekt aufwenden, die ihnen in ihrem eigentlichen Arbeitsbereich fehle. "Durch die schnelle Orientierung der neuen Mitarbeitenden lohnt sich der Einsatz langfristig aber", sagt Stegink.

Am Ende gab IT- und Personalleiter Florian Dykhuis den Teilnehmenden folgenden Rat mit auf den Weg: "Wichtig ist, den Onboarding-Prozess mit einer klaren Qualifizierungs- und Handlungsempfehlung zu versehen und die Abbildung des Prozesses in digitaler und analoger Form ganz bewusst ans Ende einer jeden Entwicklung zu stellen. Das Tool dient dem Prozess und  nicht umgekehrt!" Durch die Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams entstehe so eine neue Form der gemeinsamen Entwicklung.

Seit vielen Jahren bietet die Wirtschaftsvereinigung ihren Mitgliedern die vier Arbeitskreise IT-Verantwortliche, Marketing-Verantwortliche,  SCHULEWIRTSCHAFT und Personal an. Im vergangenen Jahr haben sich mehr als 200 Teilnehmer an diesem Veranstaltungsformat beteiligt. Bei den Arbeitskreisen haben Mitglieder die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen, über neueste Trends zu informieren und voneinander zu lernen. Sie sind eine Mischung aus Impulsvorträgen von externen Experten und Referenten aus den eigenen Reihen, die ihre Best-Practice-Beispiele vorstellen. Jede Veranstaltung bietet genug Zeit für Diskussion. So können nicht nur Probleme gelöst werden, sondern auch neue Ideen entstehen. Zu dem Arbeitskreis Personal sind alle Personalverantwortlichen, die sich in lockerer Atmosphäre austauschen und voneinander lernen wollen, herzlich eingeladen. Bei Interesse, melden Sie sich gerne. Kontakt >>

Verortung des Onboardings im Qualitätsmanagment der Lebenshilfe