Seminararbeit über Strategien zur Stärkung der dualen Ausbildung

Drei Studenten der Hochschule Osnabrück am Campus Lingen haben der Wirtschaftsvereinigung ihre Ergebnisse aus einem betriebswirtschaftlichen Projekt vorgestellt. Untersucht haben sie das Kompetenzfeld Bildung und Fachkräfte der Wirtschaftsvereinigung in Hinblick auf dessen Strategien zur Stärkung der betrieblichen dualen Ausbildung.

Immer mehr Ausbildungsplätze in Deutschland bleiben unbesetzt. Für das Ausbildungsjahr 2017 fanden nur rund 60% der suchenden Betriebe in der Grafschaft Bentheim eine Auszubildende beziehungsweise einen Auszubildenden. 40% gingen leer aus. Dabei gilt die duale Ausbildung in Deutschland als vielversprechend, da sie qualifizierte Fachkräfte mit Praxisbezug garantiert. Außerdem bietet sie Schulabsolventen einen guten Übergang von der Schule in den Beruf. Mit dem Kompetenzfeld Bildung und Fachkräfte unterstützt die Wirtschaftsvereinigung ihre Mitgliedsunternehmen bei den Themen Fachkräftesicherung, Berufsorientierung und Schnittstellenmanagement zwischen Schule und Wirtschaft. Dabei setzt sich die Wirtschaftsvereinigung insbesondere für die Stärkung der dualen betrieblichen Ausbildung ein. Wie wirkungsvoll die durchgeführten Maßnahmen und Projekte hinsichtlich dieses Zieles sind und ob sie zu einer effektiven und effizienten Berufsorientierung beitragen, haben jüngst die drei Studierenden vom Campus Lingen untersucht. Dabei haben sie externe Einflussfaktoren wie Informationsübersättigung, Akademisierungsdrang, Arbeitsmarkt und soziales Umfeld analysiert und sie zu den Aktivitäten der Wirtschaftsvereinigung in Beziehung gesetzt.

Das Fazit der jungen Akademiker lautet: Die von der Wirtschaftsvereinigung durchgeführten Maßnahmen zur Stärkung der dualen Ausbildung sind zielführend. Da die duale Ausbildung im Rahmen einer sich stetig verändernden Umwelt stattfindet, ist es aber wichtig, dass die Maßnahmen so angepasst werden, dass sie im Bereich der Arbeitsumwelt ihre Bedeutung und Wirksamkeit behalten.

Bildunterschrift: Die drei Studenten der Hochschule Osnabrück mit dem betreuenden Dozenten Prof. Dr. Thorsten Litfin sowie Jutta Lübbert und Marion Matthäus von der Wirtschaftsvereinigung bei der Vorstellung ihrer Seminararbeit im NINO-Hochbau in Nordhorn.